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  • aurorecamard

Omega-3: Hype oder steckt wirklich etwas dahinten?


Das wichtigste zuerst: Omega-3 sind gute Fette und essenziel!

Omega-3 sind Fette. Es sind gute Fette, da sie mehrfach ungesättigt sind. Das bedeutet, dass sie auf ihrer atomaren Struktur mehrere Doppelverbindungen zwischen 2 Kohlenstoffatome tragen. Erinnern Sie sich vielleicht an die C=C im Chemieunterricht? Genau darum geht es! Und genau das ist, was sie so wertvoll macht!

Und noch eine letzte Info aus der Chemie: die Zahl 3 gibt nicht die Anzahl dieser Wunderverbindungen an, sondern die Lage dieser allererste Doppelverbindung entlang der Struktur.


Omega-3 sind essenziel. Das bedeutet, dass Ihr Körper sie nicht selber herstellen kann - genauso wie das Vitamin C. Eine ausreichende tägliche Einnahme über den Tag ist also sicherzustellen. Der Grund, weshalb derzeit so viel über sie gesprochen wird, ist der massive Mangel in unserer Ernährung und dadurch in unserem Körper.


Keine Zellgesundheit ohne Omega-3

Omega-3 bilden mit ihren Cousins Omega-6 (davon haben Sie auch bestimmt gehört) die Außenschicht aller unseren Zellen. Ja: aller Zellen! Es lohnt sich also etwas mehr darüber zu wissen, oder?

Und nun zu Ihrer Wirkung auf Zellebene. Während Omega-6 die Zelle ihre feste Struktur verleihen und sie von außen schützen und bei Beschädigung reparieren, haben die Omega-3 eine andere, genauso wesentliche, Funktion. Omega-3 verleihen der Zellmembran ihre Flexibilität, ihre Durchlässigkeit. Somit können Nährstoffe in die Zelle hinein und Abbaustoffe hinaus. Omega-3 halten die Zelle dadurch frisch und vital: sie kann ihre Arbeit verrichten und ihren "Zell-Müll" entsorgen.

Dies in medizinischen Fachbegriffen übersetzt: Omega-6 sind entzündungsfördernd. Omega-3 sind entzündungshemmend.


Und nun ein Praxisbeispiel.

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich gerade am Finger geschnitten. Ihr Immunsystem wird sofort reagieren, um Ihrem Körper zu schützen und die Wunde zu heilen. Mit den allgemeinen Immunstoffen eilen auch die Omega-6, um wie die Polizei den Unfallort zu sichern und Rettungsgasse rund um den Finger zu bilden. Konkret: die Durchblutung wird erhöht, die Temperatur am Finger steigt, die Lymphflüssigkeit wird vermehrt angestaut usw. Die lokale Entzündung ist in diesem Fall förderlich für die Heilung.

Sobald die Wundheilung voranschreitet, ziehen sich die Omega-6 zurück. Die lokale Entzündung wird durch Omega-3 angeleitet, die wie die Feuerwehr nach einem Unfall den Unfallort zusammenkehrt.


Guter Cop, böser Cop

Wie im Leben kommt es auf die relativen Verhältnisse. Wenn im Körper verhältnismäßig mehr Omega-6 als Omega-3 vorhanden sind, suchen diese Omega-6 nach Ärger, wo eigentlich nichts ist. Sie können es nicht anders: es ist ihre Rolle, ihre Bestimmung. Kurzzusammengefasst: wenn mehr Omega-6 als Omega-3 im Körper vorhanden sind, werden Entzündungen gefördert. So entstehen die sogenannten stillen Entzündungen.

Deswegen ist ein ausgeglichenes Mengenverhältnis so wichtig! Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehl deswegen eine Ratio Omega-6 zu Omega-3 von 3:1 (Anmerkung: vor 2 Jahren war es noch 5:1). Meiner Meinung nach sollte 1:1 angestrebt werden.


Die magische Formel: Omega-3 rauf, Omega-6 runter!

Betrachten wir nun diese Ratio Omega-6 zu Omega-3 mit der mathematischen Brille. Um diese Ratio so klein wie möglich zu halten, gibt es zwei Strategien: Omega-6 Zufuhr verringern und Omega-3 Zufuhr erhöhen. Soweit ganz klar. Die Umsetzung ist jedoch nicht so leicht. Schauen wir uns mal an, woher die Omega-6 und die Omega-3 in unserer Ernährung vorkommen.


Omega-6 sind in großen Mengen in Sojaöl, Maisöl, Sonnenblumenöl, Distelöl, Traubenkernöl, allgemein in Nüsse und Samen, Getreideprodukte, Fleisch und Wurstprodukte enthalten. Diese werden oft in der Küche zum Braten, Backen, Kochen und auch in vielen Fertiggerichten, vegetarischen und veganen Aufstrichen verwendet. Unsere moderne Ernährung besteht aus vielen dieser Vertreter und fördert dadurch leider ein hoher Omega-6 Anteil in unserem Körper. Ein gezieltes Weglassen ist leider kaum möglich. Seit Beginn der Aufzeichnung von Ernährungsgewohnheiten Anfang des 20. Jahrhundert hat sich nämlich der Konsum von Omega-6 um das 36-vervielfacht!


Omega-3 sind in großen Mengen in Kaltwasserfische und in Kaltwasseralgen zu finden. Auch sind sie in weiteren vegetarischen Quellen wie Chiasamen, Rapsöl, Hanfsamen, Grünkohl und Spinat vorhanden, jedoch in deutlich geringer Mengen. Eine Abdeckung des täglichen Bedarfs an Omega-3 ist leider nicht möglich. Dazu kommt noch... der nächste Absatz:


Die Drillingsbrüder ALA, EPA und DHA der Omega-3 Familie

Omega-3 sind zwar in zahlreichen Lebensmitteln enthalten. Jedoch ist nicht jede Quelle für eine ausreichende Zellgesundheit geeignet. Denn Omega-3 sind Drillinge! Man unterscheidet die ALA, die EPA und die DHA:

  1. DHA (Docosahexaensäure) ist eine Omega-3-Fettsäure, die in arktischen Fisch und Algen reichlich vorkommt. DHA ist entscheidend für die Gesundheit des Gehirns, der Augen und des Nervensystems.

  2. EPA (Eicosapentaensäure) ist eine Omega-3-Fettsäure, die ebenfalls in arktischen Fisch und Algen vorkommt. EPA hat entzündungshemmende Eigenschaften und spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

  3. ALA (Alpha-Linolensäure) ist eine reine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die in Lebensmitteln wie Leinsamen, Chiasamen, Walnüssen und Rapsöl vorkommt. Sie dient dem Körper als Energielieferant und wirkt leider nicht wie DHA und EPA bei der neuronalen und kardiologischen Gesundheit. Ihr Körper verwertet zwar ALA zu EPA-DHA, allerdings nur zu 3% - und zwar nur bei bester Lebergesundheit! D.h. eine pflanzliche Zufuhr ist zu niedrig, um den Tagesbedarf zu decken!

Also ist vor allem auf eine an DHA und EPA reiche Ernährung über Fisch uns arktischen Algen zu achten. Aber... wer isst denn heutzutage täglich Fisch bzw. Kilogramme von Algen? Vor allem bei den heutzutage verschmutzen Meeren!


Wir alle brauchen Omega-3, vor allem DHA und EPA

Nun können Sie sich gut vorstellen, wenn die Omega-3 besonders zugutekommen: Schwangeren, Stillenden, Babys, Kleinkinder, Schulkinder, Jugendliche, Berufstätige, Senioren, chronisch Kranke, akute Krankheiten, bei Eingriffen, Stress, Depression, Demenz, Burnout... Also jeder und jede in allen Altersklassen und Berufsgruppen. Denn eine Zelle macht keinen Unterschied!



Omega-3 für den Kinderwunsch

Omega-3 für die Schwangerschaft

Omega-3 für die Stillzeit

Omega-3 für die kindliche Entwicklung

Omega-3 fürs Lernen

Omega-3 für die Zellgesundheit bis ins hohem Alter


Supplementierung? Ja!... aber nur mit den 4 Geboten:

Zuerst die schlechte Nachricht: Eine alleinige Ernährungsumstellung (weniger Omega-6-Quellen, mehr Omega-3-reiche Lebensmittel) kann dieser Ratio 3:1 zwar verbessern, aber niemals erreichen. Unsere Lebensmittelindustrie und modernen Lebensstil machen es leider unmöglich... Eine Supplementierung ist also absolut sinnvoll!

Also JA zur Supplementierung, aber:

  1. Keine Geldverschwendung, bitte! Daher Finger weg von Kapseln! Denn beim Verschließen der Kapsel wird Hitze zugefügt, die die sensiblen Omega-3 zerstört!

  2. Nur frisches Öl bitte! Denn wer isst gerne ranziger Fisch? Der TOTOX-Wert gibt Auskunft über die Frische des Öls (TOTOX steht für total oxidation). Je geringer der Wert, umso frischer das Öl. Die wenigen Hersteller geben Auskunft auf der Verpackung darüber... der Grund ist offensichtlich!

  3. Öl nur aus arktischen Fischen! Garantiert den hohen Gehalt an Omega-3. Veganes Öl nur aus arktischen Algen mit hoher DHA und EPA Gehalt.

  4. Beratung ist das A und O! Denn nicht nur die Herkunft ihres Omega-3-Öls, sondern auch die Menge, den Einnahme-Zeitpunkt und -Art sind entscheidend. Bei meiner Beratung erhalten Sie auch wichtige Tipps, um die Omega-6 aus Ihrer Ernährung zu reduzieren.

Buchen Sie also gleich hier Ihr Beratungsgespräch!

Sie können das Öl verkosten. AUch ein Kinderöl ist im Sortiment. Ihr Omega-3 Ratio können Sie bei Ihrer bei mir in der Praxis durchführen. Nach wenigen Wochen erhalten Sie Ihre Ergebnisse von einem unabhängigen Labor Ihre Ergebnisse.


Ich freue mich auf Sie!



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